Das Endspiel

Das Endspiel hat seine eigenen Gesetze. Es sind nur noch wenige Figuren auf dem Brett. Der König wird zur aktiven Figur, weil die Gefahr von Mattangriffen geringer ist. Er unterstützt die eigenen Bauern und greift die gegnerischen an. Im Mittelpunkt steht nun der Kampf um die Umwandlung von Bauern.

Im Endspiel wird der König zur starken Figur. Er unterstützt seine Bauern und greift die des Gegners an. Da passiert es schnell, dass sich zwei Könige gegenüberstehen und gegenseitig im Zaum halten. Das nennt man Opposition. Für das Endspiel ein ganz wichtiges Motiv.
Auf dieses Endspiel läuft am Ende meist alles hinaus: Ein Bauer wird zur Dame, alles übrige Material ist vom Brett. Nun muss man wissen, wie man mit der Dame alleine Matt setzt.
Die Vorstufe zum Mattsetzen mit der Dame: Weiss schafft es, seinen Bauern umzuwandeln. Das funktioniert immer dann, wenn Weiss die Kontrolle übers Umwandlungsfeld bekommt.
Nicht jedes Endspiel König und Bauer gegen König ist gewonnen. Wenn der Verteidiger das Umwandlugsfeld halten kann, hat er beste Chancen aufs Remis.Im Mittelpunkt der Defensivtechnik: Die Opposition.
Wenn Bauern im Endspiel losrennen, kommt es auf jeden Zentimeter Vorsprung an. Es gibt einen einfachen Trick, um abzuschätzen, ob ein verteidigender König einen sprintenden Freibauern einholen kann.
Matt setzen mit zwei Türmen ist nicht schwer. Der König wird dazu nicht gebraucht. Wenn man einmal verstanden hat, wie die Türme zusammenspielen, ist die Sache sofort im Griff.
Auch mit einem einzelnen nackten Turm kann man Matt setzen. Das ist jedoch anspruchsvoller als mit der einzelnen Dame. Der König muss tatkräftig mithelfen. Und welches Manöver braucht man dazu? Richtig, die Opposition.

Im Endspiel wird der König stark. Er hilft seinen Bauern auf dem Weg zur Dame oder erobert die gegnerischen Bauern. In vielen technischen Mattführungen muss er seinen Figuren helfen.